Taubenreise
Einer Einladung folgend, ging unsere Reise ins wunderschöne Unterfranken!
Unterfranken wäre selbst für Nichttaubenverrückte eine Reise bzw. ein Urlaub wert. Um die Gegend von Kleinbardorf und Sulzdorf gibt es relativ wenig Industrie und Menschenansiedlung. Um verschiedene Taubenrassen bzw. Flugstile näher kennen und bewerten zu lernen, ging unsere Reise zu einem Urgestein in Sachen Kunstflugtauben:
Peter Lhotsky! Zunächst steuerten wir aber einen jungen, aufgeschlossenen immer hilfsbereiten Kunstflugtaubenzüchter in Kleinbardorf an. Wer könnte das anders sein,
als der Lehrjunge in Sachen Tauben von Peter Lhotsky: Frank Gessner “21“ Jahre alt!
Bei Kaffee und leckerem Kuchen, erzählte Frank seine Anfänge im Kunstflugtauben-Sport. Schon als kleiner Junge, wurde er von Peter Lhotsky gefördert und bekam immer wieder Kunstflugtauben. Wenn man heute die Namen Peter Lhotsky und Frank Gessner hört, denkt man automatisch an die Rassen: Galatzer Roller und Elsterpurzler. Frank züchtet zur Zeit wie sollte es anders sein: OR, GR, EP, Wuta und Altorientalische Mövchen als Dropper und last bud not least: Ab sofort Klatschtümmler! Da es aber geregnet hat, konnten seine Tauben, nicht die Figurenvielfalt an den Tag legen. Also ging unsere Reise 20 Km weiter nach Sulzdorf zu Peter Lhotsky. Er musste an dem Samstag arbeiten. Gerade wie an diesem Tag festgestellt, wenn man mal nicht so kann(Gesundheitlich)sollte man seine Schläge doch recht funktionell einrichten!! Nicht dass Peter zu viele Tauben hätte, aber sehr viele Schläge bzw. Kleinschläge! Wer ist da nicht glücklich der nur eine Rasse züchtet und fliegt?
Bei Peter sahen wir Galatzer Roller, Culbutant Fraincaise, Lausitzer Purzler und viele verschiedene Dropper.
Unsere Reise ging weiter zu einem ehem. Brieftaubenzüchter. Manfred Then
“OR“ wurden gerade bei ihm geflogen. Durchdachte, superbelüftete, helle einfach zum wohlfühlen Schläge, konnten wir bei ihm bewundern. Es stellte sich heraus, dass er früher ähnliche Brieftaubenlinien züchtete wie ich. Außerdem machte er keinen Hehl daraus, dass auch er aus gesundheitlichen Aspekten heraus, Ernst Dieter Jacobi(Tannenhof) konsultierte in Sachen Wasseradern. Viele Lachen darüber, es gibt aber auch andere Meinungen darüber. Show Racer in verschiedenen Farben(hauptsächlich gelbgeh.)konnten wir auch bewundern, die gerade ihr wöchentliches Bad bekamen.
Bei Manfred sollte man Taube sein, so mein Gedanke.
Zum Schluss, an diesem Tag, besuchten wir den Onkel von Frank Gessner!
Westernreiten war angesagt! Ein Pferdehof mit Original amerikanischen Quaterhorse!
Extra für uns wurden Kühe und Kälber(z.T. Zwergzebus) in seine Reithalle getrieben.
Eine Übung und zwar “Cutting“ wurde für die anstehende Deutsche Meisterschaft in Aachen geübt, bis alles nach seinen Vorstellungen saß. Franks Cousine ist die amtierende Deutsche Meisterin in dieser Disziplin.
Bei einem herrlichen Abendessen, das Frank`s Mutter zubereitet hat, ging ein herrlicher Taubentag zu Ende. Sonntagmorgen stand dann ein Besuch des Kleintiermarktes(GZV-Ibind) auf dem Programm. Herz was willst du mehr, fast alles was es an Tieren gibt, wechselten die Besitzer. Um das Kleintierzüchterheim habe ich ein herrliches Fluggelände gesichtet. Frank erzählte mir, dass in 2009 darauf die internationale DFC-FK-Meisterschaft stattfinden wird.
Also an alle, das Fluggelände ist super, Greifvögel halten sich in Grenzen. Die Bewirtung war/ist, was ich am Sonntagmorgen so sah: Einfach Spitze.
Die Menschen urig und gesellig.
Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir noch einen Mittelhäuserzüchter, denn
ich brauchte für meine Zucht 2009 noch ein Weibchen. Ein 2005 er Weibchen konnte ich für günstiges Geld kaufen.
Insgesamt 540 KM legten wir zurück, aber kein Kilometer war zu viel. Diese Reise werde ich bestimmt wieder mal wiederholen.
Bericht Fredi Liebgott