Zuchtvorbereitung und Zucht meiner Wiener Hochflieger

Copyright Helmut Ostwald, Hohenhameln

Jetzt in den Wintermonaten werden die Zuchttiere nach Geschlechtern getrennt gehalten, damit sie in Ruhe Kräfte sammeln können für die Brutsaison. Die Zuchtzellen sind mit Abdeckplanen verkleidet, dadurch erreicht man ein ruhiges Verhalten der Zuchttiere, da sie am anfliegen der Zuchtzellen gehindert werden.

 

In den vergangenen Wochen, wo nachts und tagsüber stärkere Minusgrade herrschten benötigen die Tauben wesentlich mehr Futter, um ihren Körper gegen die Kälte zu schützen. Selbst die Täuber saßen ruhig in ihrem Sitzregal ohne nach den Weibchen zu rufen.

 

Jetzt wo die Kälte nachgelassen hat, bekommen die Tauben wieder ihre gewohnte Futtermenge von 25 Gramm Weizen; denn sie sollen ja noch ruhig bleiben bis zum Anpaarungstermin, dem 15. MÄRZ.

 

Ab eine Woche vor dem 15. März erhalten die Tauben, welche für die Zucht und Anpaarung vorgesehen sind, gutes Rasse-Taubenfutter mit kleinen Erbsen und Wicken und kleinem Mais, aus dem Fachhandel. Und zwar 25 Gramm je Taube und Tag. Schon nach wenigen Tagen merkt man den Tauben an, dass sie zuchtfreudig werden. Die Täuber senden bereits Lockrufe nach Weibchen aus, und selbst auf dem Schlag der Weibchen merkt man eine gewisse Unruhe. Der Zuchttrieb erwacht von Tag zu Tag mehr.

 

Jetzt ist bereits der 15. März gekommen, der Tag der Anpaarung. Die Plane vor den Zuchtzellen wird entfernt. Die Doppelnistzelle ist in der Mitte durch ein Trenngitter getrennt, so dass ich links den Täuber einsetze und rechts die passende Täubin setze. Futter und Wasser erhalten sie durch Zellenversorgung. Am dritten Tag der Eingewöhnung wird das Trenngitter mit Tür hochgeklappt und verriegelt, so dass das Paar jetzt zusammentrifft, durch das Gitter konnten sie ja bereits ihre Köpfe stecken, um ihre Zuneigung zu bekunden. Es wird nicht mehr lange dauern bis eine Paarung durch einen Tretakt erfolgen wird.

 

In meinem Zuchtschlag befinden sich 9 Doppelzuchtzellen für 9 Pärchen, Jetzt kommt in jede Zuchtzelle eine Nistschale mit Filzeinlage, damit die Täuber das Weibchen hier hinein locken kann, wo nach ca. 10 Tagen bereits das erste Ei gelegt wird. Jetzt erfolgt die Fütterung und Wasserversorgung sowie Grit und Taubenstein im Taubenschlag aus den Trögen. Die Tauben werden täglich einmal paarweise nacheinander raus gelassen zur Futteraufnahme usw. um dann anschließend wieder in ihre Zelle einzufliegen. Die Zelle wird wieder geschlossen und das nächste Paar wird raus gelassen, so geht das weiter bis alle versorgt sind.

 

Die Sitzregale sind mit einer Plane verschlossen, damit sie diese nicht anfliegen können, sondern direkt ihre zugewiesene Zelle anfliegen, ebenso ist die Ausflugsvoliere geschlossen. Nach einigen Tagen kann ein weiteres Paar dazu raus gelassen werden, bis nach ca. 5 Tagen alle gemeinsam zum Fressen raus können und nach weiteren 2 Tagen bereits je Zelle eine Tür offen bleiben kann, damit sie nach Belieben ein und ausfliegen können, da sie ja bereits Zellenfest sind.

 

Nach 10 bis 12 Tagen werden die Täubinnen bereits gelegt haben und brüten, bei Jungtäubinnen kann es ein paar Tage länger dauern. Nach 10 Tagen Brutzeit werden die Eier weggenommen, da wir ja einen einheitlichen Schlupftermin haben wollen. Beim 2. Gelege sind die Eier bei den Jungtäubinnen einheitlich groß und auch alle Eier befruchtet. Ca. 7. Juni sind die Jungtiere dann zum Absetzten im Jungtierschlag und die 2. Zucht ist bereits geschlüpft, welche einen Monat später zum 7. Juli abgesetzt werden kann. Damit endet auch die Zuchtperiode. Die Eier, die die Zuchttauben während der Aufzucht der 2. Zucht legen, werden durch Nesteier ausgetauscht, damit keine 3. Zucht mehr erfolgt.

 

Wenn die Jungtiere in den Zuchtzellen 3 Wochen alt sind, werden in den Zellen Näpfe mit Futter und Wasser gestellt, damit die Jungtiere die Futter- und Wasseraufnahme lernen und somit bereits beim Absetzen futterfest sind, wenn sie auf dem Jungtierschlag kommen. Hier im Jungtierschlag bekommen die Jungtiere das gleiche Aufzuchtfutter weiter für die nächsten 2 Wochen, dann wird auf Weizen umgestellt und nach weiteren 2 Wochen kann mit der Eingewöhnung der Jungtauben begonnen werden, wenn das Wetter günstig ist, nur leichter Wind, trockenes Wetter, möglichst Sonnenschein.

 

Die 2. Zucht ist mittlerweile soweit herangewachsen, dass sie ebenfalls abgesetzt werden kann in einen freien Jungtierschlag.

 

Die Zuchtzellen werden mit Abdeckplane verschlossen, die Tauben finden ihren Sitzplatz im Sitzregal, die Ausflugsvoliere bleibt ebenfalls verschlossen.

Als Futter gibt es nur noch reinen Weizen je 25 Gramm und Tag, damit die Brutstimmung erlischt.

 

Fortsetzung folgt!.-.-.-.-.-.-

 

Viele Grüße

 

Helmut Ostwald, Hohenhameln

  

Dies ist Helmuts Methode, wie er seine Wiener Hochflieger versorgt, füttert, vorbereitet und zur Zucht bringt. Man kann es so machen, aber man muss es nicht. Das muss jeder für sich und für seine Umstände herausfinden!

Gut Flug euer Fredi

 

Der Tag “X“

Abnahme eines Stiches Wiener Hochflugtauben durch einen geschulten Wertungsrichter des Deutschen Hochflug Club, abg.: DHC!

Am Hochflug-Abnahmetag seiner WIENER HOCHFLUGTAUBEN zeigt sich, ob der Hochflug-Sportfreund alle Vorbereitungen richtig getroffen hat?

Der Flugschwarm Wiener Hochflugtauben, 21 Stück, erhält ab eine Woche vor dem Eingewöhnen täglich zum Abend 25 Gramm nur reinen guten Weizen je Taube. Nach etwa 11 Tagen fliegen die Tauben schon schön geschlossen im Flugschwarm, wenn das Wetter es zulässt, bereits geschlossen in Oberluft, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Flugzeit steigert sich in den nächsten Wochen erheblich, ebenso die Flugzeit in oberer Höhe (Oberluft).

Nach zweimonatigem täglichem Training beträgt die Flugzeit bei annehmbarem Wetter bereits bis 3 Stunden und 30 Minuten und fast die halbe Zeit bereits in oberer Höhe. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Hochflugrichter zu bestellen für einen Termin in etwa 14 Tagen. Selbstverständlich wird eine Vorausschau gehalten auf die Wetterentwicklung für diesen Flugtag; denn der Wind sollte etwa bei Stärke 2, höchstens 3 liegen; in 1000 Meter Höhe herrscht üblicherweise immer etwas stärkerer Wind.

Jetzt in den letzten zwei Wochen vor dem Termin wird das Futter von Weizen auf gutes gehaltvolles Taubenfutter umgestellt---Rasse pop --- 20% Erbsen extra klein, 20% Weizen, 17% Dari/Milo, 15% Kleinmais, 13% Wicken, 5% Gerste, 5% Kardy, 5% Haferkerne. Von diesem Mischfutter bekommt jede Taube jeden Tag abends nach dem Fliegen 33 Gramm, die letzten 6 Tage von diesen 14 Tagen nur 25 Gramm --- Rasse pop ---  plus 8 Gramm Brieftauben-Rennfutter, plus 5 Gramm Raps. Die Tauben werden täglich um 14.00 Ihr zum Trainingsfliegen gestartet, jedoch die letzten 4 Tage vor der Hochflug-Abnahme bleiben sie im Schlag zum Kräfte sammeln.

Jetzt ist der entscheidende Tag gekommen, die Flugrichter sind eingetroffen, es ist bereits Herbstanfang der  24. September, die Lufttemperatur beträgt 19 Grad  C.,  Wind: mind 7 km/h  aus SW, volle Sonne am wolkenlosen Himmel, somit nur leichter Hochdruck mit nur geringer Thermik.
Der Flugschwarm wird um 14.00 Uhr zum Protokollieren gestartet.
Die Tauben fliegen enggeschlossen nach 3 Minuten in der unteren Höhe, wo der Flügelschlag deutlich zu erkennen ist in die mittlere Höhe ein, die beginnt da, wo der Flügelschlag nicht mehr deutlich sichtbar ist, dann weiter steigend nach 3 Minuten erreichen sie, immer schön schwenkend im typischen Wienerflug die obere Höhe (Flügelschlag nicht mehr sichtbar, Tiere sind in Punktgröße bis unsichtbar), fliegen hier 44 Minuten, (sind nur flimmernd bei Sonneneinstrahlung zu erkennen, wenn sie abgewandt fliegen nicht zu sehen), um dann in die mittlere Höhe einzufliegen für 30 Minuten ( hier konnten wir ihren schwenkungsreichen Flug besonders gut beobachten)  und danach für 10 Minuten in die untere Höhe, steigen wieder in die mittlere Höhe für 5 Minuten und weiter im schwenkungsreichen Flug in die obere Höhe für 40 Minuten, fliegen hier zeitweise unsichtbar. Ein durchaus herrlicher Anblick, ein Züchterherz schlägt dann sicherlich vor Freude höher. Kommen dann wieder tiefer in die mittlere Höhe, verbleiben hier 40 Minuten, ( ein herrlicher Anblick, wie schön eng geschlossen dieser Schwarm bewegt fliegt) um dann tiefer in die untere Höhe einzufliegen und nach weiteren 18 Minuten die Schlaganlage anzufliegen und sofort einzuspringen.

Gesamte Flugzeit:  3 Stunden und 13 Minuten
Erflogene Flugpunkte:   685
Index:        3,55

Summe der Zeit in Minuten:
Untere Höhe    31
Mittlere Höhe    78
Obere Höhe      84

Flugbericht:
Temperatur: 19 Grad C.   , Wind:  7 km/h    SW,  Sonne, wolkenlos, leichter Hochdruck, jedoch geringe Thermik.
Flug in unsichtbare Höhe:  29 Minuten
Greifvögel:  Wanderfalke griff in Oberluft 2 Mal an und erbeutete 1 Tier, dadurch wurde der Stich in mittlere Höhe gedrückt!

Die Tauben flogen den typischen Stil des Wiener Hochfliegers und landeten nach Flug-Ende geschlossen auf der Fluganlage, um sofort einzuspringen.


Der Tag der Hochflugabnahme ist für den Hochflugtauben-Freund ein ganz besonderer Tag im Jahr, sozusagen sein 
ERNTEDANKTAG ;  denn die Flugrichter reisen aus gut 95 km Entfernung an und da möchte man doch mit seinen Tauben eine recht gute Figur machen und sein Handwerk im Hochflug beherrschen !

Viel Grüße
Helmut Ostwald, Hohenhameln

helmut.ostwald@web.de
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Wiener Hochflugtauben von Helmut Ostwald,  Abstammung Gerhard Krapf Berka Werra/Thüringen Wiener Hochflugtauben von Helmut Ostwald, Abstammung Gerhard Krapf Berka Werra/Thüringen

 

Zucht-und Flugschläge für Wiener Hochflugtauben 

 

Seit über 35 Jahren befasse ich mich mit der Zucht von guten Wiener Hochflugtauben sowie mit deren Leistungssteigerung im Hochflug. Meine gesamte Taubenschlaganlage ist für den Flugsport und die Zucht mit diesen Tauben ausgebaut. Wobei die Anlage bei Bedarf verbessert wurde, sei es bei der Start-und Einsprunganlage oder im Innenbereich ( Nistzellen und Sitzregalen mit Aufteilung für Zucht-Flugbetrieb). Meine Schlaganlage befindet sich über der Garagenanlage im Dachgeschoß mit gut einem Meter Kniestockaufbau. Massivbauweise mit Ziegeldach und Erkerausbau mit Pappdach (Pultdach). Die Außenmaße betragen etwa acht mal fünf Meter. Der Ausflug geht in Richtung Westseite. Über eine Massivtreppe ist der Schlag durch einen Windfang zu erreichen.

Im ersten Abteil (Zuchtschlag) sind neun Doppelnistzellen für neun Zuchtpaare zur linken Seite angebracht und zur rechten Seite zwei Sitzregale mit insgesamt 32 Fächern. Die Fußbodenfläche beträgt etwa 3,40 Meter mal 2,36 Meter. Nach Westen ist eine Dachvoliere (Fluganlage) mit 1,15 Meter Tiefe und 2,36 Meter Breite sowie 0,50 Meter Höhe, welche den Tauben bei Regen zur Gefiederpflege bereit gestellt wird. An diesen Zuchtschlag schließt sich ein weiterer mit der gleichen Größe und Ausstattung an.

Es Folgt ein gleich großer Flugschlag, welcher durch 19 mm Spanplatten in zwei gleich große Abteile je 3,40 Meter mal 1,18 Meter aufgeteilt wurde. Auch hier mit Sitzregalen mit je 32 Plätzen. Somit ist im ersten Flugschlag Platz für die zweite Jungtier-Nachzucht, im zweiten Flugschlag Platz für die erste Jungtier-Nachzucht.

Im Zuchtjahr 2012 werden in jedem der beiden Zuchtschläge je 6 Paare Wiener Hochflugtauben für die Zucht eingesetzt, sodass etwa 24 Jungtiere je Zucht anfallen, das reicht für einen guten Schwarmflug, da ja alle gleich stark fliegen, entfällt eine Auslese. So habe ich in 2012 zwei gute Flugschwärme mit je etwa 24 Jungtauben.

Die Zuchttauben-Paare von 2011 sind bereits seit dem 1. November getrennt nach Geschlechtern in den Zuchtschlägen untergebracht und erhalten täglich je Taube 25 Gramm reinen Weizen, somit verhalten sich die Tiere ruhig in ihren Sitzregalen. Die Nistzellen sind mit grüner Abdeckplane verkleidet, damit die Tauben nicht angeregt werden, diese anzufliegen.

Jede der neun Zuchtzellen ist in einer anderen Farbe gestrichen und das dazugehörende Zuchtpaar trägt Farbringe in dieser Farbe. Die Jungtiere erhalten zur Kennzeichnung die gleichen Farbringe wie die Eltern. Im ersten Zuchtschlag erhält die Nachzucht den Jahresring am rechten Fuß und den Farbring auf dem anderen und im zweiten Zuchtschlag genau umgekehrt. Dadurch habe ich eine leichtere Kontrolle, auch nachher im Flugschlag.

Bei anhaltender Kälte im Winter wird die Futterration nach Bedarf erhöht, damit die Tauben weiter ruhig im Sitzregal sitzen.

Mit Beginn des Monats März des kommenden Jahres erhalten die Zuchttauben, die ja noch getrennt sitzen, gutes Taubenfutter---Rasse --pop--- für 2 Wochen und dann erfolgt die Anpaarung in den Doppelnistzellen, so wie ich es geplant habe, und bis Ende März sitzen alle Paare bereis auf ihren Gelegen.

Im Flugschlag befindet sich der Rest der Wiener Hochflugtauben zum Flugschwarm, der über die Wintermonate bei gutem annehmbarem Flugwetter zum Hochflug gestartet wird, etwa alle 8 Tage, damit der Wanderfalke im Winter und folgendes Frühjahr nicht täglich auf meine Tauben wartet zu einem möglichem Angriff. Ende Juni 2012 werden dann die Jungtiere aus der Zucht 2012 eingewöhnt und zwar allein ohne Alttauben, dann wird dieser Flugschwarm aus 2011 als Zuchttauben verkauft.

Viele Grüße

Helmut

.-.-.-.- Fortsetzung folgt .-.-.-.-


 

2 Wiener Hochflugtauben im Dienst als "Hochzeits-Tauben " 

 

Da in unserer Gegend keine "Weiße Brieftauben" für Hochzeiten zur Verfügung stehen, musste ich schon hin und wieder mit meinen  Wiener Hochflugtauben aushelfen.

Aus meinem alten Wiener Hochflugtauben- Stamm hatte vor 4 Jahren ein Wiener Taubenfreund im frühen Frühjahr 6 Paare Wiener Hochflugtauben bei mir gekauft um damit einen Zuchtneuanfang zu beginnen. Leider waren ihm nach etwa 3 Wochen mehrere Täubinnen beim öffnen der Taubenschlagtür entwischt und gelangten somit ins Freie und flogen davon. Am folgenden Tag kam er wieder zu mir und berichtete von dem Übel, und er bekam Ersatztauben.

Am folgenden Tag flogen in längeren Abstand 2 Täubinnen bei mir auf der Hochfluganlage an und ich öffnete die Einsprung-Anlage und sie sprangen ein. Die Tauben hatten aus gut 40 km Entfernung zurückgefunden. Sie bekamen zur leichteren Erkennung einen Farbring ans Bein.

Im Juni des gleichen Jahres hatte ich wieder eine Bestellung für meine Hochzeits-Tauben und zwar nach Hildesheim-West, das sind etwa 25 km. Hierbei kamen diese beiden Täubinnen,  die bereits schon auf längere Strecke Erfahrung hatten, zum Einsatz und sehr gutem Erfolg. Nach dem Auflassen durch das Brautpaar, nach dem Kirchenbesuch in der Klosterkapelle, flogen die Tauben einige Ehrenrunden hoch über die Hochzeitsgesellschaft (das Wetter war hell und der Himmel war offen) und zogen dann in Richtung Hohenhameln weiter, überflogen fast die ganze Stadt Hildesheim mit ca. 103.000 Einwohnern und landeten am gleichen Tag und sprangen in ihrem Flugschlag ein.

Ich hielt damals immer etwa 14 Täubinnen im Frühjahr, wenn die Zuchtpaare mit der Aufzucht zu tun hatten,  gesondert im Flugschlag für den täglichen Hochflugsport, und daraus wurden dann immer die Tauben für Hochzeits-Flüge genommen.

Ich werde im kommenden Frühjahr  wieder  Täubinnen für den Hochflugsport  ( während der Aufzuchtzeit der Jungtiere ) gesondert im Flugschlag halten, welche dann auch auf kurzen  Strecken um die 20 km eingesetzt werden können,  bei Bedarf.

Viele Grüße

Helmut

Woran erkenne ich die guten Merkmale bei Wiener Hochflugtauben aus meinem Hochflug-Schwarm, die ich als Zuchttauben für das kommende Zuchtjahr verwenden werde?


Jetzt Anfang November sind die Tauben soweit aus der Mauser und zeigen sich von ihrer edlen (adeligen) Seite. Die Jungtauben werden ja seit der Eingewöhnung (in diesem Jahr erst Mitte Juli) sonst gewöhnlich bereits ab Mitte Juni, täglich ab 14.00 Uhr (Sommerzeit) zu Trainingsflügen aufgelassen. Nur bei äußerst ungünstigem Wetter bleiben sie eingesperrt.

Während der Aufzucht der Jungtauben erhalten meine Zuchttauben ein gutes Taubenfutter --- Rasse pop--- 20% Erbsen extra klein, 20% Weizen, 17% Dari/ Milo, 15% Kleinmais, 13% Wicken, 5% Gerste, 5% Kardy, 5% Haferkerne, als Standfutter.

Die Jungtauben erhalten dieses Futter nach dem Absetzen weiter für etwa 5 Wochen. Danach gibt es nur reinen Weizen, täglich einmal je Tier 25 Gramm um 18.00 Uhr. Die Tauben warten dann bereits auf ihr Futter, nur so ist eine ordentliche Führung der Tauben möglich. Nach weiteren 4 Wochen erfolgt die Eingewöhnung der Jungtauben und zwar ohne Alttauben. Aufgelassen werden die Jungtauben um 14.00 Uhr. Nach ca. 11 Tagen fliegen sie bereits schön geschlossen im Schwarm und nach weiteren 3 Tagen bereits für 10-15 Minuten in Oberluft mit täglich weiterer  Flugzeitsteigerung. Die Futterration steigt mit der Flugleistung auf etwa 33 Gramm täglich. Nach dem erfolgten Start der Jungtauben, wird der Futtertrog bereits mit der Futterration gefüllt. Dadurch lernen die Tauben nach dem Flugende die geschlossenen Landung auf der Fluganlage und das sofortige Einspringen um alsbald an das bereitstehende Futter zu gelangen.

Erst ab Mitte August, wenn Ende August die erste Hochflugabnahme bevorsteht, wird von Weizen auf das Taubenfutter --Rasse  pop --- gewechselt,  mindestens 12 Tage vor der Flugabnahme, 33 Gramm je Taube, die letzten 6 Tage nur 25 Gramm  --Rasse  pop ---, plus 8 Gramm Brieftauben-Rennfutter, plus 5 Gramm Raps. Taubengrit, Rotsteingrit und Taubenstein und frisches Wasser stehen ständig zur Aufnahme bereit.

Nach dieser Vorbereitung durch dieses Futter und das dazugehörende Flugtraining kann ich dem Flugtag mit guter Zuversicht entgegensehen; denn der Erfolg wird sicherlich nicht ausbleiben.

Aus diesem Flugschwarm welcher bereits in diesem Jahr 2 erfolgreiche Hochflüge mit recht guten Zeiten in obere Höhe bis unsichtbar den abnehmenden Hochflugrichtern zum protokollieren vorgeflogen haben, werde ich 4 bis 6 Paare für das kommende Zuchtjahr einsetzen.

Durch dieses ständige Flugtraining nehmen die Tauben genügend Futter auf und erhalten dadurch eine recht gute Brust-und Flügelmuskulatur und kein überschüssiges Fett wird aufgebaut!

Wie sieht die Wiener Hochflugtaube ( Vollblut ) aus, die ich für die kommende Zucht aus meinem Flug-Schwarm in den Zuchtschlag geben werde?

Alle Tauben in meinem Flug-Schwarm sind in der Hochflugleistung völlig gleich, ich brauchte keine auszumustern, da ich die Elterntiere nach meinem Ermessen richtig zusammengestellt habe.

Ich achte genau darauf, dass der Typ, der uralte Typ der kleinen, kurzschwänzigen, breitbrüstigen Wiener Hochflugtaube mit aufmerksamen Wesen und Auge = groß, perläugig, Außenränder dunkel gefärbt, an den Zehen schwarze Krallen, Schnabellänge höchstens 18 mm, erhalten bleibt. Alle diese Merkmale müssen sich harmonisch zu einem Ganzen fügen und dann kommt erst die Gefiederfarbe. Ich fliege grundsätzlich nur mit weißgestorchten und hellgestorchten Wiener Hochflugtauben.                                                                       
                                      

Viele Grüße
Helmut                                                                                                                                                                           Fortsetzung folgt-.-.-.-.-.-.-.

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Helmut Ostwald hat auch Probleme mit den Falken!

In etwa 7 km ist das Kohlekraftwerk in Mehrum am Mittellandkanal.  Schornstein 250 Meter hoch, Kühlturm 120 Meter hoch und das Maschinengebäude ca. 150 Meter hoch, hat fast meterdicke Wände mit tiefen Fensternischen, wo die Wanderfalken nisten. Die Nabu hat noch zusätzlich Nistkästen außen angebracht.

Bei meinen letzten Trainingsflügen vor dem Abnahmetag hat der Wanderfalke bereits ohne Erfolg meine Tauben in Oberluft angegriffen.
Jetzt am Abnahmetag, in guter Oberluft griff er 2 Mal an und hatte dabei eine Taube erbeutet. Das stört natürlich und bringt Flugzeitverluste in Oberluft, denn die Tauben benötigen dann einige Zeit in Mittlerer Höhe, um sich von dem Schreck zu erholen um dann wieder in Oberluft einzufliegen. Ohne Angriff in Oberluft bleiben sie mindestens 60 Minuten konstant oben und die Hälfte davon sogar unsichtbar.

Viele herzliche Grüße von Helmut Ostwald


Liebe Leser meiner HP!

Kurz nach meinem Belustigungstext >Wiener Hochflieger<

bekam ich eine wie ich finde, wunderschöne E-Mail von einem erfahrenen Wiener Hochfliegerzüchters aus dem DHC Gruppe Nord.

Vielen Dank an Helmut

mit seiner Genehmigung nun die Mail:

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Guten Tag Fredi

ich, Helmut Ostwald von der Gruppe Nord im DHC züchte und fliege Wiener Hochflieger bereits über 35 Jahre mit großem Erfolg. Ich hatte meinen alten Stamm auf sehr lange Flugzeiten selektiert,  um möglichst im DHC und anderswo  die Spitzenplätze zu belegen, was mir auch öfters gelang!                                 

Da die Greifvogelangriffe auf meine Wiener bei den langen Flügen immer häufiger wurden in den letzten Jahren,  habe ich die Langzeitflieger (Wiener Hochflieger) ab-  und Felsentauben angeschafft. Diese waren durch ihren Flugstil …………..Greifvogelfest.

Nach drei Jahren kam jedoch der Wunsch wieder nach Wiener Hochflieger auf. Da ich ein Hochflugmann durch und durch bin, habe ich diese Flüge bei den Felsentauben sehr vermisst.

Dieses Jahr Anfang Januar wurden im Internet 7.7 Wiener Hochflieger von Gerhard Krapf aus Berka Werra/ Thüringen angeboten. Ich setzte mich spontan mit Gerhard in Verbindung und ließ mir diese zusenden. Die Tauben gefielen mir, da ich sie ja schon über seine Bilder gesehen hatte im Internet.  Dann Anfang Februar war wieder ein Angebot von Gerhard Krapf 7.7 Wiener, welche er an seinen alten Taubenfreund verkaufte. Seine Tauben stammten ebenfalls aus der Zucht dieses Freundes.

Es waren Hellstörche und viele Buntfarbige und schwarze Täuber dabei, alles Schöne Typen. Da ich für den Hochflug nur Hellstörche verwende, wurden Ende März die Hellstörche so wie ich es für richtig hielt verpaart und leider kamen dabei nur 6 Zuchtpaare zusammen. Diese sechs Zuchtpaare waren sehr gute Eltern in der Aufzucht und ich habe damit 33 Jungtiere, alles sehr schöne edle Hellstörche gezogen. Alles Schöne mittelgroße puppige Tiere, einige bestrumpft, mir gefallen sie total.

Die 1. und 2. Zucht insgesamt 21 Stück habe ich zusammen im Jungtier-Flugschlag eingewöhnt. Die Eingewöhnung am 16. Juli verlief sehr gut ohne Verluste und nach 12 Tagen flogen sie bereits für 15 Min. in guter Mittlerer Höhe.  Die Flugzeiten wurden immer länger, soweit es das Wetter zuließ, und fliegen jetzt seit längerer Zeit täglich zwischen 2 1/2   und 3 1/2 Stunden, davon längere Zeit in guter Mittlerer Höhe. An Tagen wo der Wind nicht zu stark ist in guter Oberluft bis Unsichtbar bei blauem Himmel, dass man sie nur erkennen kann als Punkte,  wenn sie unter  hohen hellen Wolken fliegen. Selbst gestern bei Windstärke 5 flogen sie 2 Std. und 18 Min.  Nach Flugende fliegen sie alle geschlossen den Flugschlag an und springen sofort ein und fressen das schon bereitstehende Futter. Danach ruhen sie im Sitzregal bis zum nächsten Tag, immer um 14.00 Uhr wird gestartet und das täglich.
Ich kann nur das Allerbeste über diese Tauben berichten, ich habe in meiner langen Wienerzeit, immer sehr gutes Fliegermaterial gehabt, aber diese  sind mir heute die Allerbesten. Sehr kluge und intelligente Tauben, und lassen sich leicht führen. Sind sehr flugstark und zeigen einen guten Flugstil und geben dem Greif durch ihren gewandten Flugstil, kaum Angriffsfläche.

Deinen Bericht" Eine Taubenreise von B-W. nach und durch Thüringen" habe ich gerne gelesen am 21.01.2011, nachdem ich bereits die ersten Tauben von Gerhard Krapf in meinen Schlag hatte.

Im Anhang einige Bilder: Meine 6.6 Zuchttauben, die 3. Zucht = 12 Jungtiere von diesen Zuchttauben, welche ich als Reserve habe und in etwa 2-3 Wochen eingewöhnen werde.     

Einige Aufnahmen von meinen Urkunden sowie Pokale die ich seit 1977 erworben habe.
Leider habe ich im Umkreis von etwa 100 km keine Hochflug-Richter, so dass eine Hochflugabnahme immer daran scheitert in den letzten Jahren, ich will allerdings in diesem Herbst versuchen eine Abnahme vorzunehmen und hoffe, dass die Richter mich nicht im Stich lassen!

So das war,s für heute euer Helmut

Helmut Ostwald aus Hohenhameln

Telefon: 05128/ 403027

Weiterhin "Gut Flug"     

helmut.ostwald@web.de

 

Wiener Hochflieger 

 

So, nun möchte ich heute mal etwas über eine Rasse schreiben von der ich keine Ahnung habe und von dem Recht viel!!!!!! Soll reine Unterhaltung werden. Denn diejenigen Züchter die die Rasse fliegt, interessiert meine Berichte so wie so nicht. Außer ich schreibe Lügen! Und die Wiener Hochflieger Züchter die noch die ganz guten; Sprich Flimmerhochflieger in zwei, zweieinhalb Stunden zeigen……... haben, die verraten es nicht oder geben sowieso keine Tiere ab!

Durch das Internet und in Geflügelzeitschriften bekannt, liest man ab und zu etwas über diese Flug Gewande Taubenrasse. Auch viele schöne Bilder von Stichen im Flug oder im Schlag kann man bewundern. Mal ehrlich, wer hat da nicht schon gedacht, Mensch trau dich und probiere doch mal diese Taubenrasse auch aus. Egal ob man vorher Brief-Rasse oder andere Tauben hatte. Also mutig ran ans Internet oder altmodisch ans Telefon. Geht man auf DHD oder den Haustieranzeiger werden ständig Wiener Hochflieger zu einem fairen Preis angeboten. So zw. 8,- und 15 Euronen muss man dafür anlegen. Kann man sie beim Züchter kaufen oder bestellen und dann selbst abholen, hat man die Chance wenigstens einmal vorher Wiener Hochflieger im Flug zu bewundern. Nicht immer kennt man jemand in seiner Nähe der solche Tauben hat und fliegt. So war es bei mir AUCH! Vorher hatte ich diese Rasse auch noch nie fliegen sehen. Meistens tritt dann ein Vohrführ-Effekt beim Fliegenlassen ein. Was hört man da nicht alles. Vorgestern flogen die noch Punkthöhe. Heute sind sie unsicher wegen ihrem Besuch usw.? Meistens stimmt das auch. Trainiert man ständig allein, werden die Tauben sich bei Besuch sicherlich anders zeigen, als normal!! Das kennen wir alle, stimmt’s oder nicht? Geht man heutzutage auf You Tube, kann man kleine Filmchen bewundern. Filmchen von Wiener Hochfliegern im Flug. Leider ist die Qualität oft sehr schlecht. Bei mir ist das genauso, meine Kamera ist bestimmt gut, aber Tauben in dieser Höhe filmen, ist fast aussichtslos. Fliegen sie 300 – 400 Meter weit weg oder hoch ist es auch schon vorbei mit Bildern auf denen man etwas erkennt vom Flug bzw. Flugstil. Selbst mit einem Stativ geht es nicht so wie man es haben will.        

Nun zu meinen Wienern!

Wiener Hochflieger habe ich seit letztem Jahr Ende Mai 2010! Es sind relativ kleine und schmale Tauben, geht man mal von Brieftauben aus. Die Ringgröße beträgt 7 mm. In der Home Page von Peter Berger aus der Schweiz habe ich vorher gesehen, dass es verschiedene Farben gibt. Kranzhalsige, rotgestrichte, hellgestorchte, Blaue mit Binden, Blauschimmel, Schwarz usw.. Von verschiedenen Züchtern werden sie getrennt gehalten, geflogen und auch gezüchtet. Bei mir nicht, ich habe alle Farben in einem Schlag/Stich. Züchtet man in Richtung Farbe wird auf Jahre gesehen vielleicht die Leistung etwas geschmälert. Kann sein, muss aber nicht. Wälzt man heutzutage das Internet oder Bücher von Spezialisten, kommt man oft zur Erkenntnis; Inzucht wäre das “non plus Ultra“!   Inzucht vielleicht deswegen, weil man sehr gute Eigenschaften verstärkt züchten/ haben will, sprich also von Mama und Papa gleichzeitig haben will! Der Papa hat ein gutes Gen, die Mama hat ein gutes Gen, ergibt…… das Junge hat zwei gute Gene! Paart man dann zwei Nest-Geschwister aneinander, hätten die Junge wieder daraus……. ergo je 4 gute Gene? Stimmt das aber wirklich?

War nur mal so ein Gedankenspiel! Wäre das so leicht, gäbe es viele Vermehrer auch bei anderen Rassen, die daraus Kohle……… sprich Euro´s ziehen würden!

In der Luft sieht es fantastisch aus, wenn man einen Stich fliegen hat, alle Tauben in der gleichen Farbe! Bei mir ist das nicht so. Ich habe fast jede Farbe dabei. Thomas würde sagen, ein bunter Blumenstrauß. Gerade bei den Wienern, die wendig und flink die Richtung wechseln sollen, schon toll die geballte Kraft der quirligen Flieger. Fliegt da einer aus der Reihe, fällt das sofort auf.          Sprich………. zeigt er einen etwas anderen Flugstil oder Kapriole, macht er das nicht lange, denn er wird sicher recht schnell aussortiert, entweder vom Züchter oder vom Falke? Hat also auch etwas für sich, alle Tauben in der gleichen Farbe zu haben. Vielleicht irritiert es auch den Greif etwas, wenn er Tauben sieht in der gleichen Farbe. Einen Stich Wiener Hochflieger engfliegend, schnell, wendig in achterform fliegend. Auch können sie recht ordentlich tief stürzen, werden sie von einem Krummschnabel verfolgt! Ein Stich Wiener Hochflieger, ähnlich einem Schwarm Fische im Meer, der sich geschlossen in einer Ballform zeigt, wird wahrscheinlich größere Chancen haben ohne Verlust die Flugzeit zu überleben! In den letzten 16 Monaten; Hört, Hört habe ich gerade mal 3 oder 4 junge Tauben (Wiener Hochflieger) an den Greif verloren?

Meine Wiener, die ich letztes Jahr in Thüringen gekauft habe, ließen sich bedenkenlos eingewöhnen. Es waren junge Tauben die vorher noch nicht geflogen waren. Zwar etwas unterschiedlich vom Alter her, aber dennoch keine Probleme beim Einfliegen. Nach acht Tagen auf dem Landeplatz herumspazieren, habe ich sie nach und nach mal kurz abgejagt.

Recht schnell gingen sie auf Untere Höhe, und das bei so jungen Tauben. Ich dachte, wenn die so weiter machen, hey klasse! Da haben die Schreiberlinge in ihren Flug-Berichten über diese Rasse, ja gar nicht geflunkert. Auch was die Wiener Hochflieger zeigen sollen und zwar in der Luft einen Achter beschreiben habe meinen Wiener, auch recht schnell gezeigt. Besser wäre es natürlich wenn man solche Figuren bei einem erfahrenen Züchter vorher mal gesehen hätte. Oder ein Schwenken und Kippen sollen sie zeigen. Wie so eine Flugfigur richtig geflogen wird und aussieht, hatte ich lange keine Ahnung. Ist man aber ein guter Beobachter oder man macht einen Züchterbesuch wie ich manchmal, kann man mit den Ohren zumindest stehlen! Die Tage in 2010 zogen sich dahin und meine Wiener wurden was die Flugzeit angeht, leider nicht besser. Egal was ich fütterte ob Mischfutter pur, oder halbe-halbe, Gerste pur, Weizen pur, sehr viel Sämereien, und auch egal was ich auch übers Futter gab, es half nichts. Diese Wiener letztes Jahr flogen insgesamt zweimal gerade mal 60 Minuten! Ich werde den Teufel tun und den Züchter hier schlecht machen. Er kann wahrscheinlich nichts dafür. Denn bei ihm fliegen sie ja 3 Stunden. Also liegt es an mir oder an meiner Versorgung oder an meinem Schlag! Was ich auch falsch gemacht habe, ich habe sie fast täglich geflogen. Laut Aussage von Hochfliegern oder den Berichten die ich gelesen habe, soll man Hochflieger nur alle 2 bis 3 Tage fliegen. Das Besondere daran es muss zeitlich immer alles gleich sein. Das heißt Futter geben um die gleiche Uhrzeit und das fliegen lassen soll auch immer um die gleiche Uhrzeit geschehen. Wenn das so ist, werde ich nie ein guter Hochflieger werden. Denn ich habe so viele andere Rassen an Kunstflugtauben, die werde ich bestimmt nicht abgeben wegen meinen Wienern. Diejenigen, die Hochflieger fliegen haben bestimmt auch schon einmal andere Rassen in Sachen Kunstflugtauben gehabt oder gesehen. Diejenigen die auch schon mal Kunstflugtauben hatten, diese Züchter können mich bestimmt verstehen.

Letztes Jahr, ich weiß nicht mehr genau wann, habe ich dann vom DHC Vorstand Wolfgang Hartmann junge Wiener bekommen. Fast alle in der gleichen Farbe. Schön eine wie die Andere. Viele unter der Züchterschaft hätten diese Tauben eingeflogen. Warum? Sie hätten sehen wollen mit den eigenen Augen, ob sie etwas taugen.

Ich hab das nicht gemacht. Ich habe sie eingesperrt und gut versorgt. Ich dachte an solche Wiener kommst du bestimmt nicht mehr heran! Leider hat sich dann über Winter herausgestellt, dass es ein ungleiches Verhältnis war, was die weiblichen und männlichen Tiere, % entual angeht.

Na ja, ich habe in 2011 aus insgesamt 9 Paaren an Wiener Hochfliegern in der Zucht………….letztendlich 42 junge Wiener Hochflieger zum Fliegen gebracht. Zu diesen Jungen kommen ab sofort keine anderen mehr dazu. Ich denke, wenn die letzten so richtig eingewöhnt sind, wird da richtig die Post abgehen. Dessen bin ich mir gewiss. Was diese Nachzucht von Anfang an gemacht hat, sie flog gleich je eine Stunde! Was auch falsch ist oder was ich falsch mache, ich habe für den Wiener Hochflieger Nachwuchs nur einen Flugschlag!!!!!!!!!!!!!!

Das heißt, immer wenn ich Junge zum Absetzen habe oder hatte, kamen die in diesen einen Schlag. Natürlich ist das Contra produktiv in Sachen Flugdauer oder auch was die Fütterung angeht??

Fehler über Fehler! Fehler sind zum Lernen da. Holla Hi und Holla ha

Den einen Belustigen meine Ausführungen den anderen bring ich zum Nachdenken.

Egal ich habe ja nur etwas für den Zeitvertreib einige Gedanken schweifen lassen.

Bei Filmen im Abspann kann man oft lesen: Handlung und Namen sind frei erfunden. Und noch eins. Man hört ja immer wieder von Neuzüchtern, die so richtig das Maul aufreisen, sie haben die besten Tauben usw.

Und nach zwei, drei Jahren hört man nichts mehr von ihnen. Ich habe mir keine Ziele gesteckt was meine Wiener angeht, deswegen bin ich bestimmt in einigen Jahren auch noch beim DHC.

Deutscher Hochflieger Club: http://www.deutscherhochflugclub.de/DHC/Willkommen.html

So Leute das war´s in Sachen Wiener Hochflieger Erfahrungen, der letzten 16 Monate, jetzt könnt ihr wenn ihr wollt über mich herziehen.

Ich denke aber, es hat jeder Mal klein Angefangen, oder?

Gruß und gut Flug euer Anfänger Fredi Liebgott

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