Wiener Hochflieger in Rotgestreift
Bericht Helmut Ostwald Hohenhameln
Bild: Peter Berger
Ich Helmut Ostwald erwarb von meinem Taubenfreund Gerhard Kakuschke aus Hasselhorst bei Bergen seine
dritte Zucht junger Wiener Hochflugtauben in 1992.
Die Eltern davon hatte Gerhard Kakuschke nach der Grenzöffnung von sehr guten Wiener
Züchtern aus Barleben bei Magdeburg geholt. Alles sehr flugstarke und rassige dem alten Flugtyp entsprechende Wiener Hochflugtauben. Mittlere Größe, tief im Stand und kurzer Hals. Überwiegend
Hellstörche, jedoch auch einige die die Anlage für Rotstreifer (Rotgestrichte) trugen.
Mit der Nachzucht aus meinen 16 erworbenen Zuchttieren habe ich die folgenden Jahre sehr gute Erfolge beim Wettfliegen im Deutschen Hochflug Club und im Flugtauben Verein Niedersachsen erzielen
können. Mehrere 1. Plätze im FVN sowie in der Gruppe Nord im DHC sogar einen Wanderpokal erflogen. 1998 im Gesamt - DHC - den 1. Platz mit 1.718 Punkte in einer Flugzeit von 7 Stunden und
48 Minuten und einen Index mit 3,67 mit 18 Wiener Hochflugtauben am 20.09.1998.
Bild: H.Ostwald
Bis 2002 habe ich grundsätzlich nur die Hellstörche zur Zucht verwendet, trotzdem fielen in der Nachzucht hin und wieder Blauschimmel und auch seltener Jungtäuber die die Anlage für Rotstreifer zeigten.
Ab 2002 habe ich dann zwei der besten Rotstreifer Männchen an fast weiße Täubinnen verpaart die sicherlich schon die Anlagen für Rotstreifer in sich trugen und auch
weitervererbten. Und so hatte ich im kommenden Jahr bereits 6 recht gute Zuchtpaare Rotstreifer und ich betrieb nur noch mit Rotstreifer meine Zucht, alle Hellgestorchten waren bereits als
Zuchttiere verkauft.
Ich wollte ja die Rotstreifer in erster Linie auf Hochflugleistung züchten mit der Zugabe schöne gezeichnete Rotstreifer (Rotgestrichte).
Je besser die Zeichnung wurde, ließ die Hochflugleistung zu wünschen übrig. Die Tauben flogen einen etwas ruhigeren Flugstil, nahmen auch rasch die obere Höhe an,
aber hielten diese nicht so lange, kamen bald tiefer in die mittlere Höhe und flogen nach etwa 3 bis 4 Stunden bei gutem Wetter die Fluganlage an. Blieben auf der Fluganlage sitzen und flogen
nach einiger Zeit wieder ab und das mehrmals bis zum Abend um dann erst in den Schlag einzuspringen.
Bild: H.Ostwald
Im Herbst hatte dieses den großen Nachteil, denn der Habicht griff vermehrt den Flugschwarm auf der Fluganlage an mit teilweisem
Erfolg. Der Wanderfalke kam im Spätherbst noch dazu und flog Angriffe bis runter in unterer Höhe mit recht gutem Erfolg, sodass ich jedes Jahr von 50 bis 60 Jungtieren bis 40 Jungtiere dadurch
verloren habe.
Die Nachzucht aus Rotstreifer-Paaren waren gut die Hälfte Rotstreifergezeichnete meistens Täuber die Weibchen waren fast immer rein weiß und bekamen die Streifen erst nach der Mauser und in den
folgenden Jahren, wenige sehr gut gezeichnete Weißstörche und einige schöne Blauschimmel, einige helleren Blauschimmel mit Rotanteile. (Siehe Bilder).
Ich habe 8 Jahre diese Rotstreifer-Zucht ganz intensiv betrieben mit dem Bestreben die höchstmögliche Leistung im Fliegen zu erbringen, leider sind die Rotgestrichten dafür nicht geeignet. Ich
verlange von einem Wiener Hochflug-Schwarm dass er mindestens von der Hochflugzeit 60 Minuten in absoluter "obere Höhe" fliegt. Unter dem melde ich zu keinem Protokoll-Fliegen an.
Ich habe auch alles versucht diese Rotstreifer dahin zu trainieren, dass sie dem Wanderfalken und Habicht beim Angriff ausweichen sollten, leider nicht möglich, daher die hohen Verluste und so
gab ich die Zucht der Rotstreifer nach 8 Jahren auf und habe jetzt in 2011 wieder mit Hellgestorchten neu angefangen mit recht gutem Erfolg und nur 4 Tiere durch den Zugriff vom Wanderfalken
verloren.
Mit "Gut Flug"
Helmut
Bild: H.Ostwald
Helmut Ostwald
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