Der

 

Galatzer

 

Roller


Der Galatzer Roller stammt ursprünglich aus Rumänien (Stadt Galatz).

In Rumänien gibt es sehr viele, verschiedene Stämme.

Manche Stämme rollen noch.                   

Im Ursprungsland ist der Galatzer eine beliebte Ausstellungstaube. Mittlerweile importieren sie wieder Tiere aus Deutscher Zucht……… nach Informationen von Heinrich Weitzer um die Rolleistung wieder voranzu- bringen. Diese Rasse hat ein ausgesprochenes Temperament. Um seine Flugkünste sehen zu können, muss man sich sehr mit der Rasse beschäftigen. Ich habe festgestellt, dass der Galatzer Roller mit minderwertigem Futter sein volles Können zeigt. Ihre besten Flüge zeigen sie mir, wenn ich ihnen Gerste und Weizen zu fressen gebe.

 

Meine Tiere stammen von Peter Lhotsky, Hanns Beyer, Cirell, Heinrich Weitzer und Albert Ritzer. Ich habe sie in Blau- Weiß, Rot- Weiß, Schwarz- Weiß, Gelb- Weiß und rein Schwarz. Ich habe festgestellt dass die Tiere von Cirell am besten Fliegen und die Tiere von Peter Lhotsky am besten und am schönsten rollen. Meine Gelb-Weißen sind die besten Mühle-Dreher. Für mich sind verschiedene Eigenschaften vorhanden, die mir den einen Kick geben. Erstens sein eigensinniger Kopf, seine Seltenheit und seine äußere Erscheinungsform. Kurze Beine, kurzer Schnabel, eckiger Kopf und breite Brust. Einfach eine Rasse von der ich nicht aus dem Schwärmen kommen kann. Als ich das erste Paar "Galatzer Roller" von Peter Lhotsky erhalten habe, hat mich das Fieber Galatzer Roller erwischt.

Das war 1998.

2001 besorgte mir Peter noch rot-weiße Tiere aus einer Linie. Der Besitzer ist mit den Tieren nicht zurechtgekommen. 2002 sah ich dann in Eibach auf dem Taubenmarkt zwei Vögel und eine Täubin in Gelb-Weiß von Hanns Beyer. Für das Zuchtjahr 2003 besorgte mir Arno Hemmerling einen Vogel und neun Täubinnen aus Frankreich von Cirell. In Eibach kaufte ich von Drotleff einen Vogel, der aus Rumänien importiert wurde. Schließlich erhielt ich im Winter 2003 von Albert Ritzer 15 Galatzer. Es waren 4 Rote, 3 Gelbe und 8 Blaue. Mein Lieblingstier war sofort ein Blau-Weißer Vogel.

Durch sein Aussehen und sein Auftreten verkörperte er sofort den richtig Rumänischen Typ. Als dann im Winter mein Zuchtfreund Heinrich Weitzer aus gesundheitlichen Gründen mit der Zucht aufhören musste, erhielt ich die letzten Jungtiere von 2006. Ich habe die Feststellung gemacht, wird es im Frühling warm haben die Vögel nicht so richtig Lust, sich an die von mir herausgesuchten Täubin zu verpaaren. Ist es aber Winter und sehr kalt, da würden sie jede Täubin nehmen die sie bekommen könnten.

Über Fütterung und Zucht gibt es eigentlich nicht viel zu Schreiben. Aber diese Taube in den Himmel zu bekommen ist nicht leicht. Ich kenne viele gute Taubenzüchter, die es mit dieser Rasse versucht haben und sie sind bis auf ein paar wenige, alle gescheitert. Als Jungtiere drehen sie vorwiegend Mühle. Wenn sie dann das Rollen beginnen, sieht man nur noch selten eine Mühle. Aber diese, können sich dann sehen lassen. Inzwischen fallen wieder Tiere die Schraube oder Ansätze zeigen. Gute Roller möchte ich behaupten nehmen es ohne Bedenken mit einem Birmingham Roller auf. Nicht nur von der Geschwindigkeit, sondern auch von der Sauberkeit der Ausführungen her. Bei dieser Taube weiß ich ganz genau, wenn ein bescheidenes Wetter ist, wollen sie fliegen. Große Hitze mögen sie überhaupt nicht. Lieber verweilen sie in der Voliere und nehmen ein ausgewogenes Sonnenbad. Sieht man bei schlechterem Wetter aber einen Flug der eine Stunde lang geht und die drei Akrobaten am Himmel brennen ein Feuerwerk ab, dann entschädigt das für alles.

Copyright                                                                                                                                               Frank Gessner, Kleinbardorf

Folgende Daten wurden übermittelt:
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Name: Franco Visonà

E-Mail-Adresse: fra-viso@bluewin.ch

Nachricht: Intressanter Bericht. Mich würde noch inressieren wie du die verschiedenen Linien miteinander verpaarst und was du mit der Zucht anstrebst.

Viel Erfolg, dass sind tolle Bilder

Franco

Antwort: Frank

Aufbau meiner Galatzer Roller Linie

 

Zu Beginn meiner Galatzer Roller Züchterlaufbahn hatte ich im März 1998 ein Paar Schwarzschecken von Peter Lhotsky geschenkt bekommen. Aus ihnen züchtete ich das erste Jahr mit viel Erfolg. Wobei man sagen muss, dass manche Nachzucht mit der Rolllänge etwas übertrieben hat. Eigentlich wusste ich damals nicht, was ein richtig guter Galatzer alles machen muss oder besser gesagt, zeigen soll.

2001 besorgte Peter mir Rotschecken aus seiner Linie. Die nicht so tief abrollten aber schön hoch fliegen. Da die Tiere von einem Züchter stammten und noch aus der gleichen Linie wurden die roten und schwarzen miteinander gekreuzt.

Jetzt hatte ich Galatzer Roller die es mit der Rolltiefe nicht mehr übertreiben und eine schöne Höhe flogen aber mit der Figurenvielfalt war es nicht so. Auf dem Taubenmarkt in Eibach (Nürnberg) lernte ich dann Hanns Beyer kennen und konnte von ihm 2,1 in Gelbgescheckt erwerben.

 

Diese verpaarte ich dann an die Ausgangstiere der Rotschecken.

Zu meinem Glück wollte Peter Lhotsky wieder mit Galatzer Roller anfangen und so konnte ich einen Mitstreiter finden, der die gleiche Linie fliegen mochte.

So nun stand ich da und hatte die Befürchtung, dass ich in meiner Linie zu eng werden würde. So gab ich meinem Zuchtfreund Arno Hemmerling den Auftrag frisches Blut zu besorgen. Da Arno schon immer gute Kontakte nach Frankreich hatte, konnte er mir Tiere ( fremdes Blut ) besorgen. Die Uhrsprungstiere stammten wiederum von Peter Lhotsky, die er Jahre zuvor bei einem FK Treffen in Frankreich verkaufte. Dieser Züchter war Cirell. Er kreuzte andere Galatzer mit ein, so dass ich wieder in der vorhandenen Linie war, aber frisches Blut mit einbrachte. Was ich allerdings nicht wusste, dass er Galatzer der Sorte Hochflieger einsetzte. So machte ich allerdings einen Schritt zurück, als einen nach vorne. Von diesen Tieren trennte ich mich dann zwei Jahre darauf.

 

In Eibach schlug ich dann wieder zu. Bei Johann Drotleff erwarb ich einen wunderschönen Schwarzscheck Täuber. Es war ein sehr starkes Tier und gezeichnet wie eine Lahore.

Aber die komplette Nachzucht rollte nicht sondern flog mehrere Stunden in verschiedenen Höhen. Ich paarte ihn ein Jahr später an eine stark rollende Täubin. Aber auch hier die Jungen zeigten nichts. So war das Kapitel Rumänien Importe erledigt.

Die Geschichte mit den Tieren von Albert Ritzer ist eigentlich schnell erzählt.

Ich formte so viele wie mögliche Paare von ihm zusammen und füllte mit Tiere von mir auf.

Die Nachzucht konnte mich wieder nicht überzeugen. Bis auf die, von einem Blauscheck. Ihn verpaarte ich mit einer Schwarzscheck-Täubin und die Jungen daraus zeigten schöne Figuren mit guten Flugzeiten. Aus diesen, fielen auch fast schwarze Galatzer. Bei ihnen konnte ich das erste Mal eine Schraube von einem Galatzer Roller sehen.

So züchtete ich dann drei Jahre mit meinen Tieren und ab und zu wechselten mal welche von Kleinbardorf nach Sulzdorf und zurück.

 

Als mich dann Heinrich Weitzer im Herbst- Winter 2006 anrief, dass er mit der Zucht aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss, war es selbstverständlich, dass ich das was noch da war nahm. Die Zuchttiere wurden schon nach Belgien vermittelt. So blieben mir nur noch die Jungtiere. Blau und Rotschecken und zudem noch zu meiner Verwunderung drei Einfarbige. Das war das erste Mal, dass ich einfarbige Galatzer Roller sah.

Diese Tiere von Heinrich züchtete ich das erste Jahr rein. Mit der Nachzucht war ich durchaus zu Frieden.

 

Ein Jahr später, das war 2008 ist etwas schreckliches geschehen. Ich hatte Besuch von einem Marder. Viele gute und für mich wertvolle Tiere habe ich so verloren.

Nun stand ich kurz vor dem aus.

7 Tiere hat er mir von 20 Stück gelassen.

Zwei Täuber und fünf Weibchen. Aber Peter hatte ja noch die alte Linie. So konnte ich meinen Bestand wieder auf 5 Paare aufbauen. Aber altes Blut ist leider für immer verloren.

Jetzt hieß es züchten, züchten, züchten um aussortieren zu können.

 

Und immer die Augen und Ohren offen halten für neue, bessere Tiere die meine weiter bringen können, könnten. Unter den Tieren die der Marder verschont hatte war noch ein einfarbiger in Rot von Heinrich Weitzer und die alte Gelbschecken Täubin von Hanns Beyer.

Aus Not paarte ich diese zusammen und es fielen fast nur einfarbige. Diese allerdings brachten mich sehr voran, weil sie sehr gute Roller und Mühledreher waren und sind.

Eine Blauschecken Täubin von Heinrich war auch noch da und für sie bekam ich von Sorin Philipp aus Nürnberg einen Super Partner auch in Blau -Weiß.

Die letzte Blutauffrischung nahm ich 2010 vor. Mit Tieren aus Holland die Marcel Steegh besorgt hatte. Diese Tiere rollen fantastisch. Mit ihnen bin ich wieder auf den Spuren meiner alten Linie mit der ich angefangen habe. Mal schauen was das Jahr 2012 bring.    

Frank Gessner, Kleinbardorf

Name: Franco Visonà

E-Mail-Adresse: fra-viso@bluewin.ch

Nachricht: Wow Frank, dass ist vielleicht ne Antwort.

Eindrücklich geschrieben und intressant wie ich finde.

Vielen Dank

Franco

EFU-HS-Meister 2011 Galatzer Roller

1. Lhotsky Peter DFC GR GR 05.08. 60 # # 334 Punkte

2. Gessner Frank DFC GR GR 28.07. 60 # # 137 Punkte

3. Lhotsky Katharina CFPCHV GR GR 29.07. 43 # # 121 Punkte

4. Liekens Albert BRK GR GR 17.05. 10 # # 34 Punkte

 

1. Lhotsky Peter DFC GR GR 02.06. # 30 # 226 Punkte

2. Gessner Frank DFC GR GR 18.09. # 29 # 162 Punkte

3. Lhotsky Katharina CFPCHV GR GR 29.07. # 30 # 82 Punkte

4. Mayer Martin SKP GR GR 08.10. # 5 # 69 Punkte

5. Baumgartner Samuel VSF GR GR 25.04. # 17 # 33 Punkte

6. Blagojević Saša SKP GR GR 11.09. # 12 # 31Punkte

 

Bilder: Frank Gessner und Heinrich Weitzer

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