Culbutant Francais
Erfahrungsbericht über
Französische Purzler
(Culbutant Francais)
Der Französische Purzler ist eine kleine, unscheinbare, unkomplizierte,
leicht zu fliegende Taube.
Durch ihre Zuchtfreudigkeit sind in einem Jahr vier, fünf Bruten möglich.
Die CF-Abkürzung steht für Culbutant Francais.
Anforderungen stellen sie nicht mehr als andere Flugtauben. Diese Rasse eignet sich super als zweite oder dritte Rasse.
Gerade für Anfänger ist diese Rasse bestens geeignet.
In Sachen Futter stellen sie keine außergewöhnlichen Anforderungen.
Ich selbst Füttere sie mit einer Mischung zu je1/3
……………….Gerste, Weizen und Bayern Perle
Das reicht ihnen vollkommen. Auf Futterumstellung oder kleinste Veränderungen reagieren sie recht schnell. Bekommen sie Sämereien (Rennfutter) zeigen sie gerne ihren bekannten Hochflug, der mehrere Stunden dauern kann.
Bereits als Jungtiere zeigen sie sehr gerne und häufig den Hochflug. Fangen sie aber mit der Leistung, sprich dem Purzeln an, fliegen sie zeitlich kürzer und nicht mehr ganz so hoch.
Den Französischen Purzler gibt es in verschiedenen Farbschlägen. Von Einfarbig bis zum Tiger. Wobei es keine Schecken gibt, geben darf. Den der Standard in Frankreich und auch die Züchter aus dem Mutterland dulden es nicht, wenn Tiere fallen mit weißen Schwung- oder Schwanzfedern.
Hauptsächlich züchte ich die Farbe schwarz. Gelegentlich fallen aus den schwarzen auch mal rote. Des Weiteren habe ich noch ein Paar CF in Blau mit Bronze-Binden in der Zucht. An dieses Paar bin ich nur durch Zufall gekommen. Da Peter Lhotsky Tauben im Farbenschlag Blau nicht zugetan ist, habe ich mir einen 2010-er Vogel bei ihm geholt und ihn eingeflogen. Als er mit zu meinen besten Tauben gehörte und per Zufall aus einem Zuchtpaar von Peter noch ein blaues Weibchen gefallen ist, war mir klar; so ein Paar muss bei mir unbedingt in die Zucht.
Für den Flugkasten ist die Rasse CF super gut geeignet. Siehe Ergebnislisten, auf dem FK ob EFU oder DFC. Nicht zu verachten die Ergebnisse beim Heimatschlagfliegen…….DHC oder DFC.
Da sie sich übers Futter sehr gut steuern lassen und dieses auch schon zwei Tage später am Flugverhalten feststellen lässt, kann man sie sehr gut auf die maximale Flugkasten Zeit einstellen.
Die CF fangen relativ zügig mit dem Purzeln an. Klar ist, Schwanzreiten kommt vor dem Purzeln. Wenn sie einmal einen Überschlag geschafft haben, geht alles seinen gewohnten Weg.
Auf Dropper regieren sie sehr gut. Auf Dropper werden sie von klein auf, wie alle anderen Flugtauben auch, eingeübt. Beim Flugkastenfliegen ist eines sehr, sehr wichtig bei den Leichtgewichtigen Culbutant Francais. Man sollte sie Gewichtsmäßig nicht zu leicht werden lassen. Denn bei passender Thermik kann es durchaus sein, dass sie dann Hochflug zelebrieren.
Für mich persönlich sind die Culbutant Francais momentan die stärkste Purzler Rasse in der EFU. Wobei man den Broder Purzler nicht außer Acht lassen darf. Bei ihnen zeigt sich seit einigen Jahren eine Kontinuierliche Steigerung in Sachen “Punktausbeute“…..
Feb.2012 Frank Gessner, Kleinbardorf
Frank Gessner, Kleinbardorf
Das Habicht
Paar
Als ich 2009 bei Peter Lhotsky zum Orientalen und Galatzer Roller werten war, wurden seine Flug-Stiche immer von einem Habicht attackiert. Nachdem der zweite Stich gelandet war und der Habicht noch immer keine Ruhe gelassen hat, ließ Peter zwei Culbutant Francais raus, als Habichtfutter?
Ich beobachtete das Paar aufmerksam und stellte fest, dass sie Purzelten wie verrückt aber trotzdem sehr schön harmonisch flogen. Nach ca. einer Stunde und keinen weiteren Angriffen, machten wir mit den Wertungsflügen weiter. Die Zeit verging und der Habicht ließ sich nicht mehr blicken.
Inzwischen waren mehrere Stunden vergangen und die beiden flogen immer noch und Purzelten wie Weltmeister. Auf die Frage warum er solche Tauben nicht in der Zucht habe antwortete er mir: „Er frisst meistens doch immer die besten und da ich mittlererweile viele gute habe, ist es nicht so schlimm, wenn er eine frisst und wir in Ruhe Wertungsflüge machen können“.
Ich dachte mir für mich OK. Wenn die sein Habichtfutter sind, was für Granaten hat er dann in der Zucht?!
Als ich mich dann verabschiedete und die beiden immer noch flogen sagte ich zu ihm, wenn wir uns wieder sehen, soll er mir die beiden mitbringen.
Jetzt ist das Paar zwei Jahre bei mir in der Zucht und ich denke gar nicht daran das Paar zu trennen oder um zu paaren. Denn in den beiden Jahren habe ich nur ein Jungtier ausgemerzt.
Aber nicht freiwillig sondern nur, weil es vom Raubvogel stark verletzt wurde. Inzwischen sitzen aus diesem Paar vier Kinder in der Zucht., alles Schwarze.
Aus diesem Paar, genannt Habicht-Paar, habe ich meine besten Tiere gezogen, die in 2011 über 400 Punkte erflogen haben. Was an diesem Paar auch noch meiner Meinung nach super ist, dass die Nachzucht sauber Purzelt. Nicht über dem Flügel drehend oder ähnliches. Beim Punkten sammeln, sind sie sehr schnell.
Ein kleiner Erfahrungsbericht, wie man doch über Umwege an ein Super Zucht Paar kommen kann.
Feb.2012
Frank Gessner, Kleinbardorf