Orientalische Roller

OR fliege ich seit letztem Jahr (2009).

Die OR wollte ich nur ausprobieren um besser als Wertungsrichter werten zu können.

Da es von meiner Seite aus ein Schnellschuss war, musste ich mich mit den Tauben zufrieden geben, die ich eben im Frühjahr, es war März, von einem Züchter bekam. Welcher ernsthafte Züchter gibt schon um diese Jahreszeit, gute Zucht-Tauben oder eventuell schon frühe Junge ab?

Kein Mensch, Richtig!                            

Sein Name spielt hier keine Rolle. Ich bekam 3 Paar OR für die Zucht.

2 Bruten 12 Junge

1 Junges habe ich im Nest ausselektiert. Den Rest: 11 Jungen habe ich bei entsprechendem Alter in den Jungtierschlag abgesetzt. Junge setze ich in der Regel ab, wenn sie unter den Flügeln fast ganz zugewachsen sind. Besser sogar wenn sie ganz zu sind.

Nach 2 zwei Wochen der Eingewöhnzeit, habe ich die Jungen animiert zu fliegen? Sie sind auch geflogen, aber leider immer wieder nur ein paar Minuten? Nach mehreren Wochen war ich kurz bevor, die Rasse wieder aufzugeben!

Lange Rede kurzer Sinn!

Von Königen der Lüfte war bei meinen OR nichts zu sehen.          

Was habe ich da zuvor nicht alles gelesen: Junge OR fliegen mit 40 Tagen schon 60 Minuten. Nach mehreren Wochen habe ich dann zwei Junge, diejenigen die immer als erstes gelandet sind, aus dem Stich entfernt. Bis zu dem Zeitpunkt ließ ich alle Jungen gemeinsam fliegen. Danach wurde es besser mit der Flugzeit.

Nach Umstellung auf 3-er Stiche bekam ich nach und nach die ersten Flugfiguren zu sehen. Überschläge anfangs langsam, später recht schnell. Mühlen: das war das was sie am meisten zeigten. Besonders ein Männchen zeigte 3-4 Mühlen linker Hand, dann wechselte er auf die andere Hand und machte weitere Mühlen. Dieses Verhalten(Mühlen drehen, änderte sich nach Monaten. Eben dieser Vogel(Mittlerweile kennen diesen Vogel einige Flugtaubenzüchter, die bei mir waren) seine Flugkunst?

Warum machte er das, ich habe keine Ahnung?

Nun rollt er so schnell und so tief wie ein sehr, sehr guter Birminghamroller und erst am Schluss macht er eine Mühle. Einige Junge fielen dem Greif zum Opfer aber erst nach mehreren Monaten. Nun nach über einem Jahr fast täglichem Flug, blieb mir ein guter 3-er Stich übrig. Diese 3 OR habe ich, es ist noch nicht allzu lange her auf den Flugkasten genommen. In zwei Tagen waren sie auf dem FK. Es sind ja sehr schlaue Tiere. Deshalb ist es kein Problem auch jährige Tauben auf den FK-Flugkasten zu nehmen.

Nun zum Schluss meiner Ausführung:

Zwei Mal habe ich die drei auf dem FK-Flugkasten geflogen bei Meisterschaften.

Bei unserer Badischen Meisterschaft zeigten sie in 18 Minuten 151 Punkte, nach dem alten System.

Bei der Französischen Meisterschaft (Hinsbourg) habe ich mich in Punkto Fütterung, verpokert!

Ich bin Donnerstags in Frankreich angekommen und habe mich gleich angemeldet. Leider nehmen es die Franzosen nicht so genau. Gegen 19.00 Uhr kamen sehr viele Menschen und benutzten den Flugplatz als Parkplatz. Also vorbei mit fliegen. Nun überlegt man, sind 30 Körner Futter zu viel? Ich habe leider etwas zu viel gefüttert. Am nächsten Tag durfte ich auf dem Ausweichplatz fliegen. Schön sind die drei OR gestartet. Leider landete die erste Taube erst nach 58 Minuten und sprang in den Kasten ein. Die 2 Schwestern flogen noch 2 Stunden weiter. Höchstflugzeit auf dem Kasten 60 Minuten. Nun in 2010 habe ich von Marcel Steegh junge Weibchen gegen meine Tauben von letztem Jahr gegengepaart. Nun kann ich bestätigen, dass gute Tauben mit 40 Tagen 60 Minuten fliegen.

Es gibt immer Züchter, die bessere Tauben haben als man selbst, man muss sie nur suchen und finden.

Fredi Liebgott

Klatschtümmler

2. Erfahrungsbericht von einem Anfänger!

Der Bericht ist von 2006

Seit drei Jahren züchte und fliege ich Kunstflugtauben.
Angefangen habe ich mit drei Paar Klatschtümmlern. KT züchten sehr gut und wenn man will, sehr viel Junge in einem Jahr. So vierzehn Tage sollten die Jungen KT ihre Umgegend kennen lernen, danach kann man langsam anfangen sie aus der Hand hochwerfen und zum fliegen animieren. Anfangs werden sie nur kleine Runden drehen. Aber nach und nach werden sie, vorausgesetzt sie sind gesund und nicht zu fett werden sie alsbald das sogenannte Schwanzreiten beginnen. Futter setzt sich bei mir aus fünfzig Prozent Gutes Reise oder Zuchtfutter von keiner bestimmten Firma und fünfzig Prozent Gerste zusammen. Da ich über den Brieftaubensport komme, sehe ich jede Veränderung, sollten meine Tauben nicht in Ordnung sein. Aber in diesen drei Jahren, habe ich außer vier oder fünf kleine Nestjunge die den gelben Knopf hatten keine Probleme mit Krankheiten ich betone nur bei den "Klatschtümmlern".
Denn ich züchte noch andere Rassen Flug u. Ausstellungstauben, da kommt wie bei anderen auch, doch mal eine Krankheit auf. Mal Jungtauben die Abmagern, mal Tauben mit Salmonellen, mal gelber Knopf. Ihr denkt jetzt sicher was hat denn der für Tauben? Seit aber mal ehrlich zu euch selber und denkt mal darüber nach, wie viel Tauben ihr auch jährlich ausmerzt! Noch eins zu Salmonellen: Der eine oder andere kauft oder bekommt jedes Jahr ein paar Tauben von Züchterkollegen. Trotz tagelanger Quarantäne, haben sich bei mir, meine Tauben, fast jedes Mal mit Salmonellen infiziert, das heißt ich denke es sind Salmonellen . Hiermit möchte ich jetzt keine Kollegen oder Freunde Schlecht machen, denn ich denke es kommt zu einem bestimmten Prozess, treffen verschiedene Schläge bzw. Tauben(Bakterien) aufeinander.
Denn wenn die Tauben fliegen und machen nur ganz kleine Flügelschläge und überschlagen sich nicht mehr, ist das für mich ein Zeichen von Salmonellen. Daraufhin reagiere ich sofort mit Baytril, das ich dann bei meinem Tierarzt kaufe und nach seinen Anweisungen meinen Tauben gebe. Das kommt aber zum Glück recht selten so vor.
Futtermenge: Wenn Tauben fast täglich geflogen werden, bekommen sie bei mir, ein Esslöffel Futter. Je nach Jahreszeit mal Lebertran übers Futter mal Bierhefe, vitaminisierter Futterkalk(rotes Pulver )Schnittlauch, Petersilie alles was der Garten hergibt wird angeboten. Auch das wöchentliche Bad mit Salz und Essig kommt zum Einsatz. Auch Weidenrindentee und Salbeitee fördern die Gesundheit. Von Zeit zu Zeit kommt auch mal handelsüblicher Karottensaft vom Supermarkt über die Tränke zum Einsatz. Federlinge und Steisläuse und anderes Getier versuche ich mit Ardap zu bekämpfen, aber mal ehrlich das hilft schon lange nicht mehr. Es wäre schön, wenn der eine oder andere auf das was ich versucht habe zu erklären, vielleicht Verbesserungsvorschläge oder Tricks zu Papier bringen könnte. Denn nur wenn man miteinander spricht oder diskutiert wird manches leichter oder man kann viele Fehler vermeiden. Fehler die nicht selten Geld Kosten. Man muss nicht z.B.10, 20, oder dreißig Jahre Tauben haben um irgend eine Kleinigkeit oder besser gesagt: Verbesserung oder Erleichterung im täglichen Umgang mit seinen Tauben zu haben. Gerade bei Internetforen oder neuen Taubenfreunden, vielleicht auch anderer Nationalität, kann man mit den Augen und Ohren stehlen. Es ist so, dass fast jeder von uns zu viele Tauben hat oder zu viele in einem Schlag. Gerade da ist die einfache Handhabung und Reinigung sehr wichtig, im ganz besonderen die Lüftung. Denn was nützt, wenn man vor lauter Arbeit keine Zeit hat seine Tauben fliegen und irgendwann auch nach Flugverhalten, ausselektieren möchte oder muss, weil es schon zu viele sind. Gerade die Auslese ist wichtig.
Gut, dass es bei den meisten Flugrassen kein Rassestandart gibt!
Zurück zu den KT. Im ersten Jahr hatte ich vierzehn Junge gezogen. Jede Taube flog mir auf die Hand, so Zahm waren sie. Aber durch Unkenntnis, da es ja viel zu wenig nachzulesen gibt, habe ich bestimmt sechs Tauben verloren. Von Anfang an, wollte ich FK(Flugkasten) fliegen. Den größten Fehler den ich gemacht habe war, dass ich immer alle Tauben zugleich geflogen habe. Bis drei Tage vor meinem ersten offiziellen FK - Flug habe ich so trainiert. An diesem Tag habe ich zum ersten Mal nur drei Tauben und die noch zum ersten Mal auswärts geflogen. Ich kann euch sagen, das war wie Weihnachten und Ostern zusammen. Sie zeigten Überschläge noch und noch und flogen bestimmt etwas höher wie der Kirchturm, es war unbeschreiblich. Was ich im ersten Jahr auch gemacht habe, ob es richtig war oder nicht darüber lässt sich sicherlich diskutieren, alle Tauben die ich noch hatte, habe ich auch über die Mauserzeit geflogen.
Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, den Tauben hat es nicht geschadet, denn ich habe sie heute noch. KT gibt es in allen Farben und Größen. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles schnell gehen muss, ist der Klatschtümmler eine dankenswerte Rasse. Züchtet viele Junge, also weniger Zuchttauben, sind nie(selten) krank und das beste sie zeigen am Himmel fast alles, was andere Flugrassen auch zeigen, vielleicht sogar etwas mehr. Denn welche andere Flugtaube kann eine Kerze(Pfahlbau) ziehen. Hierbei soll die Taube unter starkem Flügelklatschen senkrecht nach oben steigen. Zehn, zwanzig oder mehr Meter sollten gezeigt werden. Solche Leistungen ich spreche jetzt vom Soloflug auf dem Flugkasten, das ist oberste Champions-Liga. Nachzulesen in Sachen Kunstflugsport gibt es bedauerlicher Weise ja nicht viel. Aber in der heutigen Zeit kann man Internet und das Telefon nützen. Es wäre für uns alle wünschenswert nicht nur in Sachen “KT“, sondern das gilt auch für alle anderen Flugrassen, wenn der ein oder andere zum PC (Tastatur oder altmodisch: zum Füllfederhalter greifen würde).
Denn was sind wir ohne Erfahrungen von Freunden und Gleichgesinnten.
Noch eins zum Thema Werbung. Ich selber bin durch einen Zeitungsartikel in unserer Zeitung BNN "Badische Neueste Nachrichten" in dem eine Baden Württembergische Meisterschaft in Sachen Tauben ausgeschrieben war, zum Kunstflugtaubensport gekommen.
Anfängerbericht von Fredi Liebgott 2006